Probleme in England und Deutschland nach „erfolgreicher“ Verschmelzung

 

Ausgangssituation:
Sie haben dank falscher Angaben etc. die Verschmelzung Ihrer Problem-GmbH mit einer englischen Limited erreicht, die Gesellschaft wurde im deutschen Handelsregister gelöscht, im englischen Register eingetragen und Sie freuen sich nunmehr auf eine ungestörte Zukunft.

Leider wird Ihre Freude nicht allzulange anhalten. Sie können davon ausgehen, dass die Anwälte der Gläubiger Spielverderber sind und Ihnen die Suppe versalzen, dass heißt, sie werden sowohl hier in Deutschland wie auch in England Ärger machen.

Das Ergebnis, um es kurz zu machen:
Für eventuell englische Gläubiger wird in England ein Insolvenzverfahren eröffnet, in Deutschland kommt es für die Forderungen der hiesigen Gläubiger zu einem Sekundär-Insolvenzverfahren.

So, und wird es ganz „lustig“:
Da zwischenzeitlich die Problem-GmbH aus dem deutschen Handelsregister gelöscht worden ist, richtet sich das Verfahren nun direkt (uneingeschränkt persönlich haftend) gegen den ehemaligen Geschäftsführer und die Gesellschafter.

Zusätzlichen natürlich die strafrechtlichen Folgen hinzu.